Das Tier im Hund

Viele Halter sind erschrocken, wenn ihr Liebling eines Tages zum Tier wird - dann ist es der Böse Leo, Rex, Susi, Ben ect. Der Hund ist aber in diesem Moment nicht Leo oder Ben, diese würden nie einen anderen Hund beißen, sondern ein Tier das seinen Instinkten folgt.

 

Die Gene im Tier, sind genau wie beim Menschen, Jahrtausende lang verankert und steuern sie und uns. Was die meisten Halter völlig vergessen, dass Hunde Rauptiere sind, egal welche Rasse!!

 

Hunde sind territorial und zeigen immer an, wenn jemand kommt. Manche bellen nur, manche knurren und bellen extrem. Auch dieses Verhalten hängt davon ab, wer oder was gerade vorbei geht. Hunde verteidigen ihr Herrchen oder Frauchen und greifen den anderen an, andere wiederum versuchen es mit verbellen und wiederum andere sind so sozial, sie beschnüffeln sich und kommunizieren mit Körpersprache  - ohne Kampf und Lärm.


Diese Beispielverhaltensweisen sind alle genetisch verankert und in ihrem Leben erlernt wurden.

 

Das Verhalten hängt aber auch vom situativen Erfolg ab, wenn knurren was bringt, knurrt er immer öffters - wenn zwacken was bringt, zwackt er immer öffters.
Wenn Tiere instinktiv reagieren (wollen eine Katze jagen), können die meisten Mesnchen nichts mehr tun, auch das Stück Käse ist Ihm egal (er will die Katze töten).  Wenn Ihr Hund Sie aber respektiert und als Anführer sieht, sind Sie in der Lage ihn jeder Zeit ohne Gewalteinflüsse zu korrigieren.

 

Wenn Frauen sich einem Rüden annehmen, dauert es meist nicht lange (spätestens ab der Geschlechtsreife), dass der Rüde erst alle Rüden und dann sogar Männer von Ihr fernhalten will.  Das gleiche hat man auch umgekehrt, mit Männern und Hündinnen.

Sehr schön erkennt man das Tier im Hund, wenn Frauen ihre Tage haben, dann verhalten sich Rüden wie bei läufigen Hündinnen. ( Was Fraue mir immer bestätigen)

,,Dieses Beispielerlebnis hatte ich Live im Tierheim, die Rüden verhielten sich wie bei einer läufigen Hündin, ich fragte die Frau ob sie ihre Tage hat und nach Bestätigung bat ich die Frau den Übungsplatz zu verlassen und die Rüden beruhigten sich wieder.
Solche Situationen können verheerende Ausmaße für alle Beteiligten zur Folge haben - Biss zum Tod."

 

Hunde lernen schnell, etwas schneller wenn Leckerlies zur Hilfe genommen werden (das pawlowische Gesetz). Der Hund lernt Komandos für den Menschen und für Sich, "wenn ich das jetzt mache - gibt es etwas zu fressen". Also lernt der Hund instinktiv für sich und nicht für uns, aber beide haben einen Nutzen!!! Erkennt man sehr schön, wenn der Hund  ohne Komando SITZ vor uns macht und uns tief in die Augen schaut und sein Leckerlie will. Dann werden wir über das pawlowische Gesetz trainiert  ;))

 

Sehr starke Instinkte sind die Jagd, Beute & Geruchsinstinkte, die sollte man von Anfang an beeinflussen. Ich, zum Beispiel habe mir Wachteln, Hühner und Kaninchen zugelegt, um meine Hunde an die Gerüche zu gewöhnen, sie zu kontrollieren und zu beeinflussen wenn sie Jagdverhalten zeigt. Im Freien sehe ich schnell das Verhalten von zu Hause und kann fix handeln. Diese Methode wenden Jäger nur umgegehrt an...(Lerne von anderen und selbst dazu!!!)

 

Ich könnte noch mehr schreiben, aber beobachtet einfach Eure Hunde und bringt Ihnen Respekt bei. Ohne Gewalt, sondern durch ruhiges und anführendes Verhalten.
Respekt und Vertrauen ist der Leim und die Basis einer Beziehung. ,,Ein folgsamer Hund kommt auch ohne rufen nach".

 

Jetzt sagen die meisten bestimmt " der spinnt doch", das muss der Hund doch erstmal lernen an der Leine zu folgen. Richtig, aber fangen Sie doch mal an, OHNE Leine mit den Welpen spazieren zugehen (Für Städter schwer, kann man aber im Park anfangen)! Hunde haben auch keine Leine im Rudel, sondern nur ihren Leim (Vetrauen und Respekt)!!! Ist der Leim einmal gebunden, hält dieser ein Leben lang.

 

Ein kleiner Test noch: ein respektvoller Hund kommt mit gesenktem Kopf zu Ihnen, wenn Sie in der Hocke sind!
Versucht er höher mit dem Kopf zu sein als Sie es in der Hocke sind, ist er der Anführer, ist der Kopf gesenkt - sind Sie es!

Das ist keine Angst, nur reiner Respekt.  Angst ist, wenn die Rute zwischen den Beinen klemmt.